Die Glasfaser, in der das Licht stehenbleibt

Ein wichtiger Schritt für die Quanten-Datenübertragung gelang an der TU Wien: Photonen in einer Glasfaser können durch Atome auf die Geschwindigkeit eines Schnellzugs abgebremst und für kurze Zeit sogar gestoppt werden.
Licht ist ein sehr nützliches Instrument für die Quantenkommunikation, doch es hat einen entscheidenden Nachteil: Es bewegt sich normalerweise mit Lichtgeschwindigkeit und kann nicht festgehalten werden. Ein Forschungsteam der TU Wien hat nun gezeigt, dass sich dieses Problem beheben lässt – und zwar nicht bloß in exotischen Quantensystemen, sondern in den bereits existierenden Glasfasernetzwerken.
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Political Correctness Test

Immer wieder aktuell und immer wieder gern und auch häufig von nöten – der beliebte:
POLITICAL-CORRECTNESS-TEST
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Vor Deinem Haus demonstriert eine Gruppe Kurden. Zuerst zünden sie imperialistische Fahnen an – danach sich selbst.
Was tust Du ?

• Du holst schnell die Wäsche rein, schließt die Türen und Fenster und setzt vorsorglich den Mietpreis runter.

• Du bist gegen Menschenopfer, Dein Gott ist Vegetarier.

• Du rufst Heiner und Susi an und forderst sie total ultimativ auf, ihren Türkeiurlaub auf das Tote Meer umzubuchen.

Mit Freunden feierst du den Jahrestag des Kriegsendes. Draussen randalieren sogenannte Neonazis mißtönend den Slogan „Heil Hitler“
Was tust Du?

• Du rettest den Abend mit lockeren Bemerkungen wie „Zu spät“ oder „Wieso – was hat er denn?“.

• Du merkst daß bei den Glatzen ein paar Ganglien blockiert sind, stimmst deshalb den Protestsong „we shall overcome“ an und gehst mit einem qualmenden Friedensjoint auf sie zu.

• Du verdunkelst die Wohnung und bittest den anwesenden Vorzeige-Juden (Sinti, -Roma, -Schwulen, -Neger / Nichtzutreffendes streichen) um Verzeihung. Dann macht ihr gemeinsam eurer Betroffenheit durch eine astreine Lichterkette Luft, die dann im Fernsehen ausgestrahlt wird.

Du sitzt gemütlich mit Freunden zusammen und ihr besprecht ein paar konsumbedingte Luxusprobleme. An der Wohnungstür klingelt‘s und ein Obdachloser möchte – übrigens aus Gründen des Umweltschutzes, eure Toilette benutzen.
Was tust Du?

• Du sagst: „Schnorrerei lehne ich ab – Grundsätzlich. Außerdem ist es schon übel genug, jeden Monat das verdammte Geld für Wasser und Abwasser zusammenzukratzen – Fall der Penner überhaupt spült!

• Du sagst: „Also Du, das finde ich jetzt aber irgendwie beklemmend, wie du hier so stehst und mich ein Stück weit erpresst – da fällt es mir echt schwer mich zu verhalten, du…..“

• Du zitierst ein chinesisches Sprichwort: „Was nützt dem Hungernden der Fisch, gib ihm lieber eine Angel“. Und dann schenk ihm dein defektes Katzenklo.

Ein Herr von der Atomwirtschaft steht vor deiner Tür.
Frohe Botschaft: Du bist auserkoren einen Castor-Mini-Behälter für 25 Jahre kurz zwischenzulagern.
Was tust du?

• Du fragst höflich ob das Eisfach dafür ausreicht, bietest aber in vorbildlicher Loyalität an, den ganzen Kühlschrank freizuräumen.

• Du freust dich für deinen Mischlingsrüden Pollux.
Endlich sind die Dioskuren wiedervereint.

• Da hilft nur eine Sitzblockade! Du baust also deine Modelleisenbahn im Treppenhaus auf und setzt dich kämpferisch auf die Schienen.

In diesem Sinne – Bleibt sauber

Reden wir noch miteinander oder „haten“ wir schon?

Ich kann mich nicht erinnern, wann die Stimmung in Deutschland so hochgepusht war wie in dieser Zeit. Die Menschen beschimpfen und beleidigen einander. Überall sind Wut und Hass und in der Qualität haben wir eine neue Dimension.

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Es liegt an der Art, wie wir heute miteinander reden. Wir kommentieren bei Facebook, wir twittern und instagrammen uns zu Tode. Das Internet hat uns die grenzenlosen Möglichkeiten einer anonymen Kommunikation eröffnet, in der wir alle Grenzen glauben überschreiten zu können.

Wir können mit Menschen kommunizieren die wir noch nie gesehen haben und auch nie treffe schreiben n werden oder müssen. Menschen, die sich gerade in einer anderen Stadt befinden. Oder auf einem anderen Kontinent. Jeder kann sich einklinken. Jeder kann seine Meinung sagen. Jeder hat die Chance, gehört zu werden.

Diese scheinbar grenzenlose Freiheit erscheint wie ein Geschenk des Himmels und sie hat ihren Preis, einen sehr hohen sogar.
Man kann ihn jeden Tag erleben, weil mit Social Media der Tag beginnt und auch endet.

Doch dann gibt es Tage an denen man überwältigt ist von der Feindseligkeit, mit der sich fremde Menschen in Facebook-Kommentaren beschimpfen. Angewidert von den bösartigen Bemerkungen über Ausländer, Frauen, Homosexuelle. Sprachlos ist man angesichts, dass ein Jugendlicher das Foto eines behinderten Kindes mit „hässlich“ kommentiert.

Müll, Mist, Idiot, Schlampe, Dumm, Schwuchtel, Wichser: Das sind jene Worte, die man immer dann lesen kann, wenn eine Kommentarfunktion in einem Blog oder bei den Social Messias freigeschaltet ist. Wenn es dann nicht irgendeine vulgäre Art der Beleidigung ist, dann sind es subtilere Angriffe, allein mit dem Ziel, den anderen zu erniedrigen und bloßzustellen.

Über jeden kleinen Firlefanz macht sich der Mensch im Netz bemerkbar. „Wen schockt’s“, schreibt man unter Themen und „Zeitverschwendung“.

Im großen weiten World Wide Web gibt es keine Einzelfälle. Es gibt keine Psychopathen, die ihre pathologischen Triebe online ausleben.
Nein, es sind Menschen, die morgens beim Bäcker freundlich grüßen und der alten Oma über die Straße helfen. Es ist der freundliche Nachbar, der dann abends vor dem Rechner sitzt, und einem Fremden postet: „Du bist so krass dumm, dass sich deine Mutter für dich schämt.“

Ich hörte von Nutzern, die bei sehr vielen Themen furchtbar gern mitdiskutiert hätten wenn, ja wenn es nicht diese vielen, herabwürdigenden Kommentare und die Streitereien in einer Unmenge geben würde.

Doch hier im anonym-technischen Fantasiegarten des Internet herrschen andere Gesetze. Mittlerweile gibt es sogar Experten für „digitale Ethik“, Menschen, die sich mit Phänomenen wie Cybermobbing und Shitstorms beschäftigen und die glauben, dass die Anonymität des Internets schuld ist. Weil die Menschen sich in Sicherheit wähnen vor rechtlichen Konsequenzen.

In Wahrheit jedoch ist der Nutzer schon längst nicht mehr anonym, veröffentlicht er doch unbekümmert Kommentare unter seinem vollständigen Namen –  mit kompletten Profil, dem Wohnort, der Schule, dem Arbeitsplatz.

Ich denke nicht das es die Anonymität des Internet ist, die uns all das jeden Tag erleben lässt.
Ich denke, es ist „Einsamkeit“.
Nicht das solche Menschen allein sind – das sind sie nicht, nicht bei zweitausend Facebook-Freunden.
Aber wenn aus ihrer Einsamkeit ein Ruf des Hasses schwillt, so findet dieser Ruf tausendfach seinen Widerhall. Einen Widerhall der Bestätigung, des Gehört werdens und der Zustimmung. Das geht mit einem Shit storm selbstverständlich einfacher und schneller als mit den positiven Dingen des Lebens. Gut zu erkennen an der ungebrochenen Popularität eines der bekanntesten Boulevardblätter.

Je mehr ich darüber nach denke, um so eher komme ich zu dem Schluss das es an der Zeit ist etwas zu kreieren das man „Happystorm“ nennen könnte.
(adg)

Eröffnung der Festwoche Hans Staden in Homberg/Efze

Homberg.  Zur Eröffnung der Hans Staden Festwoche auf dem Marktplatz ließ es sich der SPD Landesvorsitzende Hessens Thorsten Schäfer-Gümbel, ebenso wie der Bundestagsabgeordnete Edgar Franke nicht nehmen zwischen ihren eng gesteckten Terminen gemeinsam mit Hombergs Bürgermeisterkandidat Stefan Markus Giebel einen Rundgang durch die Kernstadt zu machen. Musikalisch begleitet wurde der Auftakt mit dem Auftritt der THS-Big Band „Störlampe“ unter der Leitung von Bernd Herbold.
Bei dem Stadtrundgang zeigte sich Schäfer-Gümbel beeindruckt und begeistert von der historischen Altstadt mit ihren Fachwerkbauten. 
Doch nicht nur Hans Staden und die Fachwerkhäuser standen auf dem Programm. So hatte der SPD Landesvorsitzende viele gute Ratschläge und Tipps für den SPD-Kandidaten Giebel im Gepäck. Giebel betonte immer wieder im Laufe des Gesprächs, wie wichtig es für die Kreisstadt sei auf Landes-, Bundes-, und Europaebene Netzwerke zu etablieren und die daraus entstehenden Synergieeffekte zu nutzen. Nur so könne für Homberg und seine Bürger trotz Schutzschirm etwas erreicht werden.
Edgar Franke, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Bundestages, sicherte schon bei einem letzten Treffen seine volle Unterstützung zu.
Franke konstatierte, dass die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung Hombergs angesichts des fehlenden Krankenhauses durch  „Medizinische Gesundheits,- und Versorgungszentren“ ein solcher Synergieeffekt sein könne und sicherte zu, diese Pläne aktiv mitzugestalten.
Stefan Markus Giebel sieht dies als einen großen Gewinn für Homberg und seine Bürger. Die Möglichkeiten seien durch den Schutzschirm schon genug geschrumpft und man müsse schnellstens daraufhin arbeiten, solche Möglichkeiten Realität werden zu lassen. (adg)
SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel
SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel
Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel und SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel
Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel und SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel
Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel
Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel
v.l. Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker, SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel, Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag Edgar Franke
v.l. Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker, SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel, Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag Edgar Franke
v.l. Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker, SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel, Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag Edgar Franke
v.l. Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker, SPD Landesvorsitzende von Hessen Thorsten Schäfer Gümbel, Bürgermeisterkandidat Stefan M. Giebel und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag Edgar Franke

Pressemitteilung der SPD und der Piratenpartei in Kassel

© Isabel Carqueville
© Isabel Carqueville

Für die Freiheit von Menschen, Ideen und Erdbeeren – Kreative Demonstration gegen Handelsabkommen ACTA zur documenta-Eröffnung in Kassel

„Keine Angst, wir schaffen eine Zukunft, in der Menschen und Ideen frei sind“ skandierte am Samstag Nachmittag ein Chor von rund 150 Menschen in der Innenstadt Kassels, wofür sie Applaus von einigen umstehenden Passanten erhielten. Sie waren Teilnehmer der kreativsten Demonstration, die Kassel seit langem gesehen hat. Die SPD Kassel und die Piratenpartei Kassel hatten als Teil eines europaweiten Protesttages zur Demonstration für die Freiheit von Wissen und Forschung aufgerufen. Anlass war die Abstimmung über das internationale Urheberrechtsabkommen ACTA Anfang Juli im europäischen Parlament.

Die Kritik richtete sich unter anderem gegen Einschränkungen von Bürgerrechten zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. »Wir brauchen ein neues Urheberrecht, das den Austausch von Information erleichtert, das Jugendliche nicht weiter kriminalisiert und ein Urheberrecht, das Bildung und Forschung der Gesellschaft offen zugänglich macht.« forderte der Vorsitzender der Piratenpartei Kassel Volker Berkhout in seiner Rede zum Beginn der Demonstration.

In der durch die documenta 13 gut gefüllten Innenstadt Kassels erregte der Aufzug mit kreativem Protest viel Aufmerksamkeit. In Englisch und Deutsch erklärten die Demonstranten den Passanten im Chor ihre Ziele:

Freiheit der Menschen, Freiheit der Ideen, Freiheit der Gene. Passend zum Thema der documenta forderten die Demonstranten auch die Freiheit für Erdbeeren und kritisierten damit die Praxis, auch Patente auf Saatgut und Gene zu erteilen.

»Viel wurde darüber geschrieben, das ACTA bereits abgeschrieben sei.

Aber dessen Ablehnung ist nur der erste Schritt. Wir brauchen auch in Deutschland ein Urheberrecht, das endlich wieder ein Recht der Urheber statt der Mittelmänner wird!« sagte Peter Carqueville auf der anschließenden Kundgebung vor dem Rathaus in Kassel. Carqueville, der die Demo angemeldet hatte und Mitglied im Vorstand der SPD Kassel ist, betonte: »Wir haben uns von einem Protest gegen ACTA in eine europäische Bewegung für Freiheit gewandelt!«

Aufruf zur Demonstration gegen ACTA am 11. Februar in Kassel

Am kommenden Samstag, den 11. Februar 2012 werden in über 200 Städten
weltweit [1] die Menschen ihre Stimme gegen das internationale
Handelsabkommen ACTA erheben. Das Bündnis gegen ACTA ruft auch in Kassel
zu einer Demonstration um 15 Uhr auf dem Opernplatz auf!

Das überparteiliche, bundesweite Bündnis [3], in dem sich unter anderem
die Grünen, Piratenpartei, Junge Union, Jusos, aber auch die Ärzte ohne
Grenzen [2] und andere Bürgerrechtsgruppen engagieren, protestiert in
über 50 Städten in Deutschland gegen das hinter verschlossenen Türen
verhandelte Abkommen.

Die Demonstration in Kassel organisiert Anders Bernard, Mitglied der
Piratenpartei. Bisher haben sich schon über 1000 Teilnehmer über
Facebook für die Demonstration angemeldet. „Ich bin total von den
Socken, dass sich im kleinen Kassel so viele Menschen gegen ACTA
einsetzen wollen“, sagt Bernard.

Das Abkommen hält an Vorstellungen eines nicht mehr zeitgemäßen
Urheberrechts fest und versucht, die Interessen der Verwertungsindustrie
mit allen Mitteln gegen Privatpersonen durchzusetzen. Die Forderung des
Bündnisses ist klar: Das Europäische Parlament darf diesem schleichenden
Abbau der Demokratie nicht zustimmen.

Quellen:
[1] Übersicht aller in der EU stattfindenen Demonstrationen
http://maps.google.com/maps/ms?msid=212120558776447282985.0004b7b33e16f13c710c7&msa=0
[2] Aktion der Ärzte ohne Grenzen https://action.msf.org/de_DE
[3] Teilnehmer im Bündnis gegen ACTA
http://wiki.stoppacta-protest.info/DE:Organisationen